Fridays for Future: Warum Greta für uns ein „Profi“ ist

Fridays for Future: Warum Greta für uns ein „Profi“ ist 2944 2064 Alex

Es ist eine arglistige Strategie: Wenn dir die Argumente fehlen, diskreditiere deinen Widersacher. FDP-Chef Christian Lindner hat sie gerade wieder angewandt.

Im Interview mit der „BILD am Sonntag“ fordert Christian Lindner Jugendliche auf, sich zwar mit Naturwissenschaften und Wirtschaft zu beschäftigen – aber der Klimawandel sei dann doch zu hoch für sie. Da sollen sie sich doch bitte raushalten. In Richtung der 16-jährigen Schülerin Greta Thunberg aus Schweden, der Initiatorin der Fridays for Future-Kundgebungen, sagt er: „Ich bin für Realitätssinn. Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis.“ Bitte was?

Welche Profis meint Lindner denn: Die Konzernchefs, die mit Atom- und Kohlekraftwerken Geld verdienen? Oder die Lobbyisten, die mit Fake News den Klimawandel leugnen? Oder die Politiker, die sich gegen ambitionierte Klimaschutzziele wehren? Jugendlichen abzusprechen den Klimawandel zu verstehen, ist absurd.

Fridays for Future: Größter Klimastreik aller Zeiten

Zur Erklärung: Greta Thunberg hat im August 2018 damit begonnen, immer freitags ihren Schulunterricht sausen zu lassen, um etwas Essentielles anzuschieben: Den Klimaschutz. Das will sie solange machen, bis Schweden das „Übereinkommen von Paris“ einhält. Stellvertretend für alle Gleichaltrigen hat Greta zum „größten Klimastreik aller Zeiten“ aufgerufen. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen die Klima-Krise“ streiken junge Menschen weltweit jeden Freitag, um gegen die aktuelle Politik zu protestieren. Sie halten Schilder hoch, auf denen „Eure Untätigkeit zerstört unsere Zukunft“ steht. Die Leidtragenden des Klimawandels wollen helfen, die Katastrophe rechtzeitig zu verhindern.

Globale Klimabewegung

Es ist eine Bewegung entstanden. Auf allen Kontinenten. Junge Menschen gehen auf die Straße und beweisen, dass ihre Generation nicht so faul und unpolitisch ist wie gedacht. Sie setzen ein gemeinsames Zeichen. Gegen Umweltzerstörung. Gegen klimapolitische Missstände. Für schnelle und konkrete Maßnahmen. Für Nachhaltigkeit, den Klimawandel und den Erhalt unseres Lebensraums.

Am kommenden Freitag, den 15. März, wird es in über 40 Ländern wieder „Fridays for Future“-Demos geben. Allein in Deutschland in 150 unterschiedlichen Städten. Auch in Hamburg. Hier geht’s um 14.30 Uhr auf dem Hachmannplatz am Hauptbahnhof los. Dann werden auch wir wieder dabei sein. Aber nicht als Firma, sondern als junge Menschen mit Meinung. Gemeinsam können wir etwas erreichen.

Enyway will Demokratisierung des Energiemarkts

Denn auch wir wollen die Welt verändern. Das ist gar nicht so verrückt, wie es klingt. Es ist eigentlich ganz einfach. Denn um das Richtige zu tun, muss man es einfach nur machen. Wir wollen den Energiemarkt demokratisieren. Wir glauben daran, dass Erneuerbare Energien schon heute viel mehr sind als nur eine Alternative zu Kohle- oder Atomstrom. Wir glauben, dass sauberer Strom nicht nur natürlich, sondern selbstverständlich sein sollte.

Lasst uns einfach mal das Richtige machen und damit die Welt verändern. Geduld und Klimakrise vertragen sich nicht. Um das zu wissen, muss man kein Profi sein.

So viel war bei der Fridays for Future-Demo am 1. März auf dem Hamburger Gänsemarkt los